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Vatikan:  Papst Franziskus betet jetzt auch bei Instagram....

 ( Aktualisiert am 19. März 2016, 16:21 Uhr )

Bereits drei Stunden nach seinem Beitrag hat der Papst mehr als 415.000 Abonnenten und die Zahl seiner Anhänger wächst von Minute zu Minute. Mit diesem Schritt will sich der ohnehin vergleichsweise unkonventionelle Papst Franziskus vermutlich einen neuen Zugang zu jüngeren Menschen schaffen.

Im Februar hatte Papst Franziskus, 79, Besuch von Instagram-Gründer Kevin Systrom, 32. Ob ihn das so beeindruckt hat?  Zumindest ist der Papst jetzt auch mit einem offiziellen Account auf dem Online-Dienst vertreten. Das erste Bild, das er dort teilte, zeigt den 79-Jährigen im Gebet versunken. Bereits über 180.000 Follower hatte das Kirchenoberhaupt nach nur kurzer Zeit.

Auch auf Twitter ist der Papst aktiv - und verwies dort bereits auf sein neues Instagram-Profil. Jenes dürfte sicher bald ähnlich erfolgreich wie sein Auftritt auf Twitter, wo er bereits mehrere Millionen Follower vorweisen kann. Der Papst scheint auch sonst offen für neue Trends zu sein und macht angeblich schon mal Selfies mit Vatikan-Besuchern. Seine Social-Media-Kanäle wird der 79-Jährige aber wohl dennoch nicht selbst befüllen.

Mit der Katholischen Kirche verbinden die meisten Menschen eher konservative Werte. Deswegen mag  'Papst Franziskus'  neuer  Instagram-Account  wohl einige überraschen.

Zur Mittagszeit setzte das Oberhaupt der Katholischen Kirche sein erstes Bild ins Netz und kommentierte es mit dem Satz, "Betet für mich"  in vielen verschiedenen Sprachen.

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"Der Beginn einer neuen Reise"......

Dass Papst Franziskus ein wenig mehr mit der Zeit geht als seine Vorgänger, ist bekannt. Wie weit er sich pünktlich zu seinem dreijährigen Amtsjubiläum in diese moderne Welt vorwagt, überrascht dann aber doch ein wenig: Der Papst hat von nun an einen eigenen Instagram-Account. Er wagt sich mit seinen 79 Jahren auf eine Plattform, die bislang vor allem von Jugendlichen genutzt wird, die hier ihr Leben in Bildern kuratieren. Auch Unternehmen, die diesen Jugendlichen gefallen wollen, sind dort präsent. Betreut wird der heilige Instagram-Auftritt natürlich nicht vom Papst selbst, sondern von Mitarbeitern des Kommunikationssekretariates.

"Ich beginne einen neuen Weg auf Instagram, um mit euch den Weg der Barmherzigkeit und der Zärtlichkeit Gottes zu gehen": Mit diesen Worten kündigte Franziskus die neue Präsenz im Internet an. Wo? Natürlich über den Twitter-Account @pontifex, den er von seinem Vorgänger Benedikt übernommen hat.

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Am Samstag ging dann das erste Foto an die Öffentlichkeit. Es zeigt das Oberhaupt der katholischen Kirche versunken im Gebet. Versehen ist es mit dem Kommentar "Betet für mich" – in neun Sprachen, von Arabisch bis Polnisch. Der Papst wird künftig unter Franciscus, der lateinischen Form seines Namens, Fotos und kurze Videos auf der zu Facebook gehörenden Plattform teilen.

Es gehe darum, das Pontifikat von Franziskus "gerade auch unter einem emotionalen Aspekt mit allen zu teilen", erklärt der Chef des vatikanischen Mediensekretariates, Dario Edoardo Vigano, wenig jugendlich. In ein Soziales Netzwerk wie Instagram einzutreten bedeute auch, "dass wir den Petersplatz und die Begegnungen des Papstes ausweiten, sodass jeder Ort auf der Welt ein Ort der tatsächlichen Begegnung mit dem Heiligen Vater werden kann".

Wie aufgeschlossen der Papst allgemein neuen Kommunikationswegen ist, deutete das Mediensekretariat erst kürzlich an: "Auch E-Mail, SMS, Soziale Netze und Chats können Formen ganz und gar menschlicher Kommunikation sein", so lautete Franziskus' Botschaft zum katholischen Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel vom Januar. Den entscheidenden Anstoß, sich auf Instagram zu versuchen, könnte Kevin Systrom dem Papst gegeben haben. Der Instagram-Chef besuchte den obersten Katholiken Ende Februar im Vatikan.

Auf Twitter ist Papst Franziskus übrigens bereits ausgesprochen erfolgreich: Mittlerweile erreicht er in neun Sprachen mehr als 25 Millionen Follower. Allein der deutschsprachige Account hat mehr als 300.000 Follower. Der Instagram-Account mit dem ersten Beitrag hatte bereits eine Stunde nach dem Start mehr als 50.000 Abonnenten. Das Foto vom betenden Papst wurde etwa 12.000 Mal mit "Gefällt" markiert.

Nur "befreunden" kann man sich mit Franziskus im Internet noch nicht. Der 79-Jährige hat bislang keine offizielle Facebook-Seite. Das wäre ja aber auch fast schon oldschool.

 

 

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