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Wo liegt das Geheimnis von Honig?

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Honig schmeckt und ist gesund - So finden Sie die richtige Sorte...

Von
Michaela Strassmair
Aktualisiert am 18. Februar 2019, 15:50 Uhr

Honig schmeckt nicht nur gut, sondern wirkt in vielen Fällen auch positiv auf die Gesundheit. Welche Sorte welche Vorteile hat und wie Sie die passende für sich finden.

Eine Meldung der Stiftung Warentest hat jüngst viele Verbraucher verunsichert: Jeder vierte Honig der insgesamt 36 getesteten Produkte bekam die Note mangelhaft.

Die Tester bemängelten unter anderem untypischen Geschmack, Etikettenschwindel und kritische Inhaltsstoffe wie Glyphosat - wenn auch in gesundheitlich unbedenklichen Mengen.

"Das waren alles Supermarkthonige und zum großen Teil keine einheimischen Produkte - richtige Imkerhonige waren bei dem Test nicht dabei", stellt Dr. Annette Schroeder klar. Sie forscht seit 20 Jahren an der Landesanstalt für Bienenkunde der Uni Hohenheim und empfiehlt, Honig beim Imker des Vertrauens zu kaufen.

Verbraucher sollten dabei nicht zu sehr aufs Geld schauen. "Wenn man betrachtet, was der Imker alles tun und investieren muss, bis der Honig im Glas ist, versteht man, dass der nicht nur drei Euro kosten kann: Er braucht ein Auto, um zum Bienenstand zu kommen, er braucht Materialien, muss die Bienen gesund halten, Schwarmkontrolle machen, viel Zeit aufwenden für Schleudern, Gläser kaufen, rühren, sieben, abfüllen, etikettieren und auf den Markt bringen."

Gemeinsam mit der Expertin hat die Redaktion die wichtigsten Informationen zu Honig zusammengetragen.
Wie gesund ist Honig wirklich?

Annette Schroeder zufolge zeigen zahlreiche Studien, dass Honig gesund ist. Die Expertin zählt auf, was Honig alles kann:

    Husten, Halsschmerzen und Erkältungskrankheiten lindernoberflächliche Wunden und juckende Hautirritationen heilenHerpes heilenHeuschnupfen bei Allergikern lindernvor Gastritis (Magenentzündung) und Mucositis (Schleimhautentzündung) schützenvor Durchfall- und Darmerkrankungen schützen und diese lindern

Die heilende und lindernde Wirkung des Honigs ist auf seine antibakteriellen, antimykotischen und antioxidativen Eigenschaften zurückzuführen. "Vor allem bei der Wundheilung ist Honig unschlagbar", schwärmt die Wissenschaftlerin, "selbst normaler Imkerhonig tut hier gute Dienste".

Aus Sicherheitsgründen werde heutzutage in vielen westlichen Ländern in der Medizin jedoch nur medizinischer Honig verwendet, der mit Kilopreisen bis zu 800 Euro sehr teuer ist. Er wird auf Basis von Manukahonig hergestellt und bestrahlt.

"Da Honig ein Rohprodukt ist, können Mikroorganismen enthalten sein, die wegen seines hohen Zuckergehalts zwar nicht wachsen, aber das Restrisiko einer Verschleppung bleibt", erklärt Schroeder.

Deshalb sei bei tiefen Wunden Vorsicht geboten. Und bei Säuglingen. Denn die sollen generell keine Rohprodukte bekommen, da sie noch keine Magensäure produzieren, die Mikroorganismen unschädlich macht.
Welche Honigsorten sind zu empfehlen?

Bei der Frage, welcher Honig die beste Wahl ist, kommt es für Annette Schroeder darauf an, was man mit dem Honig machen will: essen oder äußerlich anwenden.

Geht es um den Verzehr, lautet ihre wichtigste Empfehlung: Den Honig kaufen, der einem am besten schmeckt. "Es bringt ja nichts, wenn man beispielsweise Edelkastanienhonig wegen seiner vielen Antioxidantien kauft, aber er einem nicht schmeckt."

Jede Honigsorte habe ihre Vorteile: mehr Mineralstoffe oder ein anderes Aroma- und Zuckerspektrum, was sich auch auf den Geschmack auswirke."Honig ist immer unterschiedlich, man muss sich einfach durchprobieren." Für Diabetiker sei Lindenhonig besonders empfehlenswert.

Generell empfiehlt Annette Schroeder, statt Zucker Honig zu verwenden - auch beim Backen. Zwar werden durch Temperaturen von mehr als 40 Grad gewisse Enzyme zerstört, "doch es sind dann immer noch mehr gesunde Stoffe drin als bei normalem Zucker und man hat ein ganz anderes Geschmackserlebnis". Toxisch wirke erwärmter Honig jedenfalls nicht - anders, als oft behauptet wird.

Für die äußerliche Anwendung zur Wundheilung hebt die Expertin Waldhonig heraus. Bei Manukahonig hingegen sei Vorsicht geboten: "Manukahonig kommt aus Ozeanien und es wird weltweit circa sechsmal so viel Manukahonig verkauft wie geerntet. Da eine große Gewinnspanne winkt, ist der Fälschungs- und Betrugsanreiz sehr hoch."
Kann Honig schlecht werden?

Schlecht oder giftig wird Honig selbst nach 2000 Jahren nicht, wie Funde aus Ägyptens Pyramiden zeigen. "Auch wenn dieser Honig aufgrund von enzymatischen Prozessen nicht mehr schmeckt, so war er mikrobiologisch noch verzehrfähig", sagt die Hohenheimer Wissenschaftlerin.

Honig könne gären. Er schäume dann und schmecke ähnlich wie Bier - in afrikanischen Ländern ein beliebtes Getränk. "Der Alkoholgehalt von natürlich vergorenem Honig ist mit weniger als einem Promille sehr gering, das können sogar Kinder trinken."
Was muss ich bei der Lagerung beachten?

Trocken, dunkel, gut verschlossen und kühl bei rund 16 Grad soll Honig gelagert werden. Doch was ist, wenn er kristallisiert wie im Kühlschrank? "Die Kristallisation ist ein ganz normaler physikalischer Prozess und hängt von der Zuckerzusammensetzung des Honigs ab. Honige mit einem höheren Anteil an Traubenzucker kristallisieren schneller als solche mit mehr Fruchtzucker wie Akazienhonig", erklärt Annette Schroeder.

Als Vergleich nennt sie Eiskristalle, deren Zusammensetzung ebenfalls von der Temperatur abhängt und die im Wasserbad einfach geschmolzen werden können. "Die Inhaltsstoffe bleiben beim Honig in jedem Zustand identisch."
Was ist der Unterschied zwischen Honig und Honigtauhonig?

"Der Grundstoff für Honig ist der Siebröhrensaft der Pflanzen", erläutert Annette Schroeder. "An den kommen Bienen heran, in dem sie den Nektar aufsaugen oder den Honigtau der Läuse aufnehmen."

Dementsprechend unterscheidet man zwischen Honig aus Nektar und Honigtauhonig. Honigtau ist eine zuckerhaltige Ausscheidung von an Pflanzen saugenden Insekten wie Schildläusen und Blattläusen. Bei diesem klaren, hellen und zuckerhaltigen Wassertropfen ist das Zuckerspektrum ein anderes als im Nektar. Honigtau enthält mehr Mineralstoffe und Antioxidantien als Nektar-Honig.

Dieser Honig schmeckt würziger und malziger, hat eine dunklere Farbe und kristallisiert meisten nicht so schnell. Er ist zum Beispiel als Wald-, Tannen-, Fichten- oder Eichenhonig bekannt.

Verwendete Quellen:

    Interview mit Dr. Annette Schroeder. Sie hat Lebensmitteltechnologie studiert und zur Fermentation von Honig promoviert. Seit 20 Jahren arbeitete sie an der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim , wo sie das Honig-Qualitätslabor leitet.

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Ohne diese kl.Tierchen, den Bienen, könnten wir nicht überleben...:( :x

                              ❤ .•*¨`*•..¸♥☼♥¸.•*¨`*•. ❤

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Die Wallace Riesenbiene ist gut vier Mal so groß wie unsere heimischen Honigbienen.

Die Wallace Riesenbiene wurde 1859 von Alfred Russel Wallace entdeckt.
    Seit 1981 hat sie niemand mehr gesehen.
    Vor kurzem hat eine kleine Gruppe von Forschern sie wiederentdeckt.

Insektenenthusiasten auf der ganzen Welt sind bei dieser Nachricht vor Freude in die Luft gesprungen: Die Wallace-Riesenbiene, die größte Biene der Welt, wurde vor kurzem wiederentdeckt.

Da seit 1981 kein Exemplar der Riesenbiene mehr gesichtet wurde, befürchteten Forscher, die Art wäre ausgestorben. Eine Expedition im Januar 2019 konnte das Gegenteil beweisen.
Die Riesenbiene wurde 1859 entdeckt und seit 1981 nicht mehr gesehen

Der Naturhistoriker und Umweltfotograf Clay Bolt veröffentlichte auf Globalwildlife einen Bericht, wie er die Biene gemeinsam mit anderen Forschern im Januar wiederentdeckte.

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    Die Wallace-Riesenbiene ist vier Zentimeter lang und hat eine Flügelspannweite von mehr als sechs Zentimetern.
    Zum Vergleich: Unsere westliche Honigbiene wird zwischen einem und zwei Zentimeter lang.

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Die Biene verdankt ihren Namen ihrem Entdeckt Alfred Russel Wallace. Er lebte von 1823 bis 1913 und entwickelte unabhängig von Charles Darwin eigene Ideen zu Evolutionstheorie.
Man befürchtete, dass die Insekten ausgestorben waren

Seit den frühen 2000er Jahren interessierte sich Bolt für die Biene. Sein großer Wunsch seitdem war, sie in freier Wildbahn fotografieren zu können.

Doch die Tatsachen, dass es seit 1981 keine Sichtung mehr gab und die enorme Entfernung zur Heimat der Tiere, schienen das unmöglich zu machen.
Eine Wiederentdeckung schien unmöglich

2015 besuchte er den Insektenforscher Eli Wyman, welcher ihm ein präpariertes Exemplar einer Riesenbiene zeigte.

Die beiden diskutierten lange über Möglichkeiten, die Insekten in freier Wildbahn zu finden. Es schien aussichtslos.

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Die Biene wurde der „most wanted“-Liste der „verlorenen“ Arten hinzugefügt

Doch ein Funken der Hoffnung: Die Global Wildlife Conservation gab bekannt, dass sie Nominierungen für ihr „Suche nach verlorenen Arten“-Programm annahm.

Bolt und Wyman überzeugten die GWC, die Biene in die Liste der 25 „most wanted“ zu bringen. 2018 wurde wurde Wyman vom kanadischen Autor Glen Chilton kontaktiert.
Interessante Beobachtungen, von der Biene fehlte jedoch jede Spur

Er und sein Kollege Simon Robson planten eine Reise mit dem Ziel, die Wallace-Riesenbiene wiederzufinden. Im Dezember 2018 buchten die vier Flugtickets nach Indonesien.

Jeden Tag beobachteten sie verschiedenste interessante Insektenarten. Die Wallace Riesenbiene zeigte sich allerdings nicht.
Dann machte ihr Guide eine folgenschwere Entdeckung

Am letzten Tag ihrer Suche dann das Wunder: Ihr Guide Iswan bemerkte ein Termitennest, etwa zweieinhalb Meter über dem Boden.

Wie er später bekannt gab, wollte er das Team zunächst gar nicht auf das Nest aufmerksam machen. Er war, genau wie alle anderen, müde und hungrig.
Das Termitennest besaß deutliche Anzeichen

Doch zum Glück sagte er der Forschergruppe rechtzeitig Bescheid.

Er kletterte nach oben und bemerkte, dass sich im Nest etwas bewegte. Da er dachte, es würde sich um eine Schlange handeln, sprang er hinunter, bemerkte aber, dass das Nest von innen nass und klebrig aussah.
Die Arbeit zur Erhaltung der Art kann beginnen

Eine erneute Klettertour bestätigte den Verdacht: Im Innern des Nests fanden sie das Ziel ihrer Reise: Die Wallace-Riesenbiene.

Mit der Wiederentdeckung geht die eigentliche Arbeit aber erst richtig los. Nun müssen die Enthusiasten mit indonesischen Forschern zusammenarbeiten, um das Fortbestehen der Bienen zu sichern.
Das Leben der Bienen soll ausführlich dokumentiert werden

Am Ende des Artikels auf globalwildlife hinterlässt Bolt uns noch eine schöne Nachricht:

    But no matter what, just knowing that this bee’s giant wings go thrumming through this ancient Indonesian forest helps me feel that, in a world of so much loss, hope and wonder still do exist. (Allein das WIssen, dass die riesigen Flügel dieser Biene durch diesen uralten indonesischen Wald brummen, zeigt mir, dass in dieser Welt voller Verluste noch immer Hoffnung und Wunder existieren.)

Eines Tages will er nach Indonesien zurückkehren und das Leben der Insekten ausführlich dokumentieren. (db)

    Hello guest!

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